Vogelhospiz Elisabeth

Das bin ich!
Willkommen!

Wir freuen uns über jeden Besuch in unserem Vogelhospiz, wo wir Vögel jeder Art aufziehen, gesund pflegen und auswildern oder ein dauerhaftes Zuhause bieten, wenn das nicht möglich ist.
Keiner wird weggeschickt, wenn wir mit Rat und Tat helfen können.

Da alles privat finanziert wird, freuen wir uns über Besuch und jede Hilfe!

Liebe Grüße
Elisabeth

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Kontakt: alzabel@chello.at

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WINGLESS Als ich wieder einmal den Franz-Josefs-Bahnhof durchquerte, fiel mir auf dem Bahnsteig ein einsames Täubchen auf. Ich streute ihr unauffällig ein paar Körner, und während sie pickte, sah ich, dass mit ihren Flügeln etwas nicht stimmte. Da sie offensichtlich nicht fliegen konnte, gelang es mir schnell, sie einzufangen. Aus der Nähe offenbarte sich mir das ganze Ausmaß der Tragödie: Irgendein offensichtlich sadistisch-perverser Tierquäler hatte ihr beide Flügel abgeschnitten. Manche Tierärzte neigen dazu, solche Tiere einzuschläfern, also übernahm ich die Wundversorgung von Wingless, wie ich sie nannte, selbst. Da sie sich im Käfig die Flügelstümpfe immer wieder blutig stieß, ließ ich sie schließlich im Zimmer frei laufen. Sie war so verängstigt, dass sie die meiste Zeit unter dem Kasten verbrachte. An Futter und Wasser wagte sie sich nur, wenn ich außer Sichtweite war. Aber schließlich waren alle Wunden verheilt, und ich integrierte sie in den Schwarm, der im „Taubenhospiz“ den Dachboden bevölkert. Auch wenn sie nicht fliegen kann, gehörte sie doch bald dazu. Es gibt mehrere flugunfähige Tauben und so lang sie Futter, Wasser und Gesellschaft haben, bereitet ihnen das Handycap wenig Probleme. Wingless läuft schnell wie der Blitz, sie hat einen Partner gefunden, und sie ist äußerst einfallsreich in der Wahl ihrer Brutplätze. So macht sie regelmäßig meine Versuche der Geburtenkontrolle zunichte, ihre Gelege finde ich immer erst dann, wenn es piepst. Sie ist zwar noch immer sehr scheu, aber sie weiß mittlerweile, dass ich nicht zu den bösen gehöre und von mir keine Gefahr droht. Und obwohl menschliche Grausamkeit ihr Leben brutal veränderte, hat sie ein einigermaßen glückliches, zufriedenes und artgerechtes Taubenleben.

WINGLESS

Als ich wieder einmal den Franz-Josefs-Bahnhof durchquerte, fiel mir auf dem Bahnsteig ein einsames Täubchen auf. Ich streute ihr unauffällig ein paar Körner, und während sie pickte, sah ich, dass mit ihren Flügeln etwas nicht stimmte.

Da sie offensichtlich nicht fliegen konnte, gelang es mir schnell, sie einzufangen. Aus der Nähe offenbarte sich mir das ganze Ausmaß der Tragödie: Irgendein offensichtlich sadistisch-perverser Tierquäler hatte ihr beide Flügel abgeschnitten. Manche Tierärzte neigen dazu, solche Tiere einzuschläfern, also übernahm ich die Wundversorgung von Wingless, wie ich sie nannte, selbst. Da sie sich im Käfig die Flügelstümpfe immer wieder blutig stieß, ließ ich sie schließlich im Zimmer frei laufen. Sie war so verängstigt, dass sie die meiste Zeit unter dem Kasten verbrachte. An Futter und Wasser wagte sie sich nur, wenn ich außer Sichtweite war.

Aber schließlich waren alle Wunden verheilt, und ich integrierte sie in den Schwarm, der im „Taubenhospiz“ den Dachboden bevölkert. Auch wenn sie nicht fliegen kann, gehörte sie doch bald dazu. Es gibt mehrere flugunfähige Tauben und so lang sie Futter, Wasser und Gesellschaft haben, bereitet ihnen das Handycap wenig Probleme. Wingless läuft schnell wie der Blitz, sie hat einen Partner gefunden, und sie ist äußerst einfallsreich in der Wahl ihrer Brutplätze. So macht sie regelmäßig meine Versuche der Geburtenkontrolle zunichte, ihre Gelege finde ich immer erst dann, wenn es piepst. Sie ist zwar noch immer sehr scheu, aber sie weiß mittlerweile, dass ich nicht zu den bösen gehöre und von mir keine Gefahr droht. Und obwohl menschliche Grausamkeit ihr Leben brutal veränderte, hat sie ein einigermaßen glückliches, zufriedenes und artgerechtes Taubenleben.

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