Vogelhospiz Elisabeth

Das bin ich!
Willkommen!

Wir freuen uns über jeden Besuch in unserem Vogelhospiz, wo wir Vögel jeder Art aufziehen, gesund pflegen und auswildern oder ein dauerhaftes Zuhause bieten, wenn das nicht möglich ist.
Keiner wird weggeschickt, wenn wir mit Rat und Tat helfen können.

Da alles privat finanziert wird, freuen wir uns über Besuch und jede Hilfe!

Liebe Grüße
Elisabeth

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Kontakt: alzabel@chello.at

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UNGARISCHE TAUBENRHAPSODIE Man sollte es nicht glauben: Es gibt Taubenzüchter, die Tauben nicht besonders mögen. Zumindest nicht „minderwertige“ Straßentauben. Trotzdem füttern sie ihr wertvolles Zuchtgeflügel frei zugänglich, sodass sich bald etliche hungrige Straßentauben unter’s Rassevolk mischen. Um die lästigen und „kostspieligen“ Mitesser loszuwerden, greifen sie dann zu teilweise drakonischen Maßnahmen. Ein niederösterreichischer Züchter fing zum Beispiel die unerwünschten Kostgänger ein und bot sie auf dem Vogelmarkt als Futtertiere, z.B. für Falkner an. Ich war eher zufällig vor Ort. Da mir für einen Sack Körner die Todesstrafe etwas zu hoch gegriffen erschien, handelte ich mit ihm und kaufte alle 38 Vögel. Allerdings sind auch Straßentauben sehr ortstreu, und es hätte wenig Sinn gemacht, sie in relativer Nähe zum Züchter wieder freizulassen. Aber sie waren alle gesund und kräftig, und kein Fall für das „Vogelhospiz“. Vor längerer Zeit hatte ich einen Bekannten versprochen, nach seinem Grundstück in Ungarn in der Nähe von Sarröd zu sehen. Er wollte es mitsamt dem revonvierungsbedürftigen Haus verkaufen, da es nicht leicht ist, zuverlässige, ehrliche Handwerker zu finden, wenn man der Sprache nicht mächtig ist und wenig Zeit hat. Also überredete ich meine Freundin Alzabel zu einem Ausflug ins 120 km entfernte Czipkerek. Das erschien weit genug für den kleinen Schwarm. Die Tauben kamen in Bananenkisten auf den Rücksitz des Autos und los ging’s. Der Ordnung halber sei erwähnt, dass man für den Grenzübertritt mit Vögeln eine Bewilligung braucht. Aber es war Sonntag Vormittag, und kein Amt und kein Amtstierarzt in Dienst. Also hofften wir auf Glück und unaufmerksame Zöllner. Alzabel war, ehrlich gesagt, ziemlich nervös, denn sie hat absolut keine kriminelle Energie. Wir rollten also zum Grenzübergang, der ungarische Zöllner kam und prüfte die Papiere. Als er gerade einen Blick in den Kofferraum werfen wollte, begann es in einem der Kartons zu gurren. Er hob den Kopf, dann schaute er ins Wageninnere. Natürlich sah er die Schachteln und die Luftlöcher. „Was ist da drinnen“ wollte er wissen. „Wochenendeinkäufe“ sagte ich, „da war unterwegs ein Bauernmarkt, und bis wir zurückkämen, werden alle Stände geschlossen sein.“ Man konnte ihm ansehen, dass er mir kein Wort glaubte. „Wissen Sie, mein Mann hat kein Verständnis dafür, wenn ich ihm heute Abend nichts koche“, ergänzte Alzabel treuherzig und tollkühn. Der Zöllner glaubte uns noch immer nicht. Immer wieder wanderte sein Blick zu den Kartons. In seinem Gesicht spiegelte sich der innere Zwiespalt. Ließ er uns die Kartons öffnen, würde das mit Sicherheit eine Menge Papierkram bedeuten und dementsprechend Zeitaufwand. Aber würde sich die Mühe lohnen, etwa in Form einer Belobigung oder Beförderung? – Ja, wenn man Rauschgift oder Devisen fand, das erregte Aufsehen. Aber in diesen Kisten war sicher keines von beiden. Und – was da gurrte, konnte vermutlich auch fliegen. Wenn er auf die Öffnung der Kisten bestand, würden die Beweise womöglich davon fliegen und ein Protokoll müsste er trotzdem schreiben….. Man konnte tatsächlich die Gedanken des armen Grenzpolizisten erahnen, während sein Blick zwischen uns und Kartons hin und her wanderte. Schließlich seufzte er und gab uns unsere Pässe zurück. Mit einem „Gute Fahrt“ entließ er uns und beendete sein Dilemma. Mitten in Ungarn entließen wir dann die Vögel in die Freiheit und ich weiß nicht, wer erleichterter war – sie oder wir

UNGARISCHE TAUBENRHAPSODIE

Man sollte es nicht glauben: Es gibt Taubenzüchter, die Tauben nicht besonders mögen. Zumindest nicht „minderwertige“ Straßentauben. Trotzdem füttern sie ihr wertvolles Zuchtgeflügel frei zugänglich, sodass sich bald etliche hungrige Straßentauben unter’s Rassevolk mischen.

Um die lästigen und „kostspieligen“ Mitesser loszuwerden, greifen sie dann zu teilweise drakonischen Maßnahmen. Ein niederösterreichischer Züchter fing zum Beispiel die unerwünschten Kostgänger ein und bot sie auf dem Vogelmarkt als Futtertiere, z.B. für Falkner an.

Ich war eher zufällig vor Ort. Da mir für einen Sack Körner die Todesstrafe etwas zu hoch gegriffen erschien, handelte ich mit ihm und kaufte alle 38 Vögel. Allerdings sind auch Straßentauben sehr ortstreu, und es hätte wenig Sinn gemacht, sie in relativer Nähe zum Züchter wieder freizulassen. Aber sie waren alle gesund und kräftig, und kein Fall für das „Vogelhospiz“.

Vor längerer Zeit hatte ich einen Bekannten versprochen, nach seinem Grundstück in Ungarn in der Nähe von Sarröd zu sehen. Er wollte es mitsamt dem revonvierungsbedürftigen Haus verkaufen, da es nicht leicht ist, zuverlässige, ehrliche Handwerker zu finden, wenn man der Sprache nicht mächtig ist und wenig Zeit hat.

Also überredete ich meine Freundin Alzabel zu einem Ausflug ins 120 km entfernte Czipkerek. Das erschien weit genug für den kleinen Schwarm. Die Tauben kamen in Bananenkisten auf den Rücksitz des Autos und los ging’s. Der Ordnung halber sei erwähnt, dass man für den Grenzübertritt mit Vögeln eine Bewilligung braucht.

Aber es war Sonntag Vormittag, und kein Amt und kein Amtstierarzt in Dienst. Also hofften wir auf Glück und unaufmerksame Zöllner. Alzabel war, ehrlich gesagt, ziemlich nervös, denn sie hat absolut keine kriminelle Energie. Wir rollten also zum Grenzübergang, der ungarische Zöllner kam und prüfte die Papiere. Als er gerade einen Blick in den Kofferraum werfen wollte, begann es in einem der Kartons zu gurren. Er hob den Kopf, dann schaute er ins Wageninnere. Natürlich sah er die Schachteln und die Luftlöcher. „Was ist da drinnen“ wollte er wissen. „Wochenendeinkäufe“ sagte ich, „da war unterwegs ein Bauernmarkt, und bis wir zurückkämen, werden alle Stände geschlossen sein.“ Man konnte ihm ansehen, dass er mir kein Wort glaubte. „Wissen Sie, mein Mann hat kein Verständnis dafür, wenn ich ihm heute Abend nichts koche“, ergänzte Alzabel treuherzig und tollkühn.

Der Zöllner glaubte uns noch immer nicht. Immer wieder wanderte sein Blick zu den Kartons. In seinem Gesicht spiegelte sich der innere Zwiespalt. Ließ er uns die Kartons öffnen, würde das mit Sicherheit eine Menge Papierkram bedeuten und dementsprechend Zeitaufwand. Aber würde sich die Mühe lohnen, etwa in Form einer Belobigung oder Beförderung? – Ja, wenn man Rauschgift oder Devisen fand, das erregte Aufsehen. Aber in diesen Kisten war sicher keines von beiden. Und – was da gurrte, konnte vermutlich auch fliegen. Wenn er auf die Öffnung der Kisten bestand, würden die Beweise womöglich davon fliegen und ein Protokoll müsste er trotzdem schreiben…..

Man konnte tatsächlich die Gedanken des armen Grenzpolizisten erahnen, während sein Blick zwischen uns und Kartons hin und her wanderte. Schließlich seufzte er und gab uns unsere Pässe zurück. Mit einem „Gute Fahrt“ entließ er uns und beendete sein Dilemma.

Mitten in Ungarn entließen wir dann die Vögel in die Freiheit und ich weiß nicht, wer erleichterter war – sie oder wir

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